Einschiffung ohne Stress

Einschiffung - Ohne Stress und Probleme

Zu früh am Schiff

Es ist genau wie zu Hause: Du hast Gäste für 15:30 Uhr zum Kaffee geladen und kurz nach dem Mittagessen stehen sie schon vor der Tür. 

Der Tisch ist noch nicht gedeckt, der Kuchen noch nicht fertig und Du kommst in Stress und Hektik.

 

Wer daher lange vor der Einschiffungszeit vor Ort ist, hat zwei Möglichkeiten:

 

1. Koffer im Schiff abgeben und es sich noch bis zur Einschiffung im Ort gutgehen lassen.

 

2. Bei Regen fragen, ob man schon im Salon Platz nehmen kann. Das gleiche gilt für Gehbinderte.

Ein Schiff kann nicht auf Gäste warten. Es gibt Schleusen, die man schaffen muss, bevor sie schließen.  

Es gibt Ausflüge, die geplant sind, und ein Schiff kann nicht wie ein Auto deutlich schneller fahren, um         die Verspätung wieder reinzuholen. 

 

Wenn Du merkst, dass Du zu spät kommen wirst, tue bitte Folgendes:

 

1. Ruf die Schiffsnummer an, die in Deinen Reiseunterlagen steht, und teile Deine Ankunftszeit mit.

 

2. Der Kapitän wird entscheiden, ob es möglich ist, zu warten oder nicht.

 

3. Muss das Schiff pünktlich ablegen, frage, wo und wann Du stattdessen an Bord kommen kannst. 

Dazu musst Du Deine Anreise zum nächsten Anleger und ggf. eine Übernachtung organisieren.   

2 min. Lebenszeit  -  Geschichten aus dem Leben an Bord 

Auf einem Fluss-Kreuzfahrtschiff braucht man eigentlich keine Uhr.                                      Wenn jemand „Showtime“ ruft, ist es bei uns 15:30 Uhr.

 

Dann stehen sie wie Perlen aufgereiht vor der Rezeption. Ihre Gesichter sind entspannt, auch nach fünf Stunden Kabinen u. Restaurant putzen. Das ganze Schiff sieht jetzt wieder aus      als wäre es Erstbezug.

 

Gleich kommen die neuen Gäste. Eine neue Reise beginnt.                                                            

Ahim, der Kellner aus Luxor, freut sich auf die Neuen, die kennen seinen Trick noch nicht:         

Teller und Gläser auf einem Tablett festkleben und so tun, als ob alles aus der Hand rutscht. Spitze Schreie der Damen, dann erleichtertes Lachen der Herren.                                                 Ein guter Kellner weiß, wie man seine Gäste unterhält.     

 

Rezeptionist Metin hat die ersten Gäste schon vormittags am Eingang gesehen.             Wer fragt, kann seine Koffer im Schiff abstellen und dann in Ruhe in die Stadt gehen.              

 

Aber es gibt auch Gäste, die lassen sich von keiner offiziellen Einschiffungszeit irritieren:         „Wo wir sind, ist vorne und wenn wir da sind, geht es los!" 

                                                     

Was sie dabei vergessen: Solange ein Schiff für die nächste Tour be- oder entladen, gereinigt oder gewartet wird, sollte aus Sicherheitsgründen kein Passagier an Bord sein.                         Außerdem ist es für die Crew mühsam, um die Gäste herum zu putzen.

 

Ab ca. 14:00 Uhr ist dann alles fertig, aber die Besatzung hat nun laut Arbeitsvertrag Pause. Regnet es draußen oder stehen gehbehinderte Gäste vor der Tür, werden sie von Metin schon mal in den Salon gebeten. 

 

15:30 Uhr ist Showtime.  

Alles geht schnell. Zimmerschüssel gegen Ausweis. Den gibt es am nächsten Morgen wieder, wenn die Listen für mögliche Kontrollen der Wasserschutzpolizei oder des Zolls fertig sind. 

 

Die Crew begleitet die Gäste nun freundlich lächelnd zu ihren Kabinen.                                         Überhaupt wird bei der Einschiffung viel gelächelt, denn wer sein zu Hause und seine           gewohnte Umgebung verlässt, braucht viel Freundlichkeit.  

 

Die Gäste sind nun in ihren Kabinen und haben ihr Gepäck vor die Tür bekommen.               Metin will sich gerade einen Kaffee holen, als ein Sturm losbricht:                                             Wie von Geisterhand öffnen sich auf den Korridoren mehrere Türen gleichzeitig und           Gäste streben, auf ein Rechteck in ihrer Hand schauend, zum Empfang.  

  

Wie niedliche Außerirdische, die den Kontakt zu ihrem Heimatplaneten verloren haben,     wollen sie „nach Hause telefonieren“.                                                                                                     Dazu bekommen sie von Metin das WLAN-Passwort.   

                                      

Später werden sich einige dieser Gäste beschweren, dass sie in der fast unberührten     Schönheit der nordostdeutschen Wälder- u. Seenlandschaft kein Internet haben.  

                                    

Reisen heißt, Land und Leute kennenzulernen, und die Eingeborenen auf unseren Routen  pflegen den Brauch, keine Handymasten in Naturschutzgebieten aufzustellen.                   Eine vielleicht ungewohnte, aber doch landestypische Tradition. 

 

Nachdem nun alle Verwandte und Freunde rund um den Globus wissen, dass die Bahn doch keine Verspätung hatte und die WCs an Bord beim Spülen „schlup“ machen (Vakuumsystem), kann der Urlaub beginnen. 

   

In den Reisebeschreibungen steht an dieser Stelle:                                                                     „Stärken Sie sich nach Ihrer Ankunft bei einem Willkommensbüfett im Salon.“                             Und tatsächlich: Der Duft von frischem Kaffee, der herrliche Blick auf das Wasser und kleine Köstlichkeiten auf dem Teller lassen die Anspannung der Anreise schnell vergessen. 

  

Alles kommt zur Ruhe. Alles schwingt sich in den Rhythmus eines Flussschiffes ein:                                      Einfach da sein, nichts müssen und mit allen Sinnen leben

 

Dann legt das Schiff ab. Der dunkelblaue Bug geleitet durch das ruhige Wasser der Havel.  Vorbei an versteckten Badebuchten, von denen uns Kinder zuwinken                                             und wissen wollen, wo wir hinfahren.

 

Das wüsstest Du auch gern? Dann sei beim nächsten Mal wieder dabei,                               wenn Gäste beim Willkommenscocktail Gänsehaut bekommen oder Du erfahren kannst,     wo beim Fluss-Kreuzfahrtschiff der „Garten“ ist.

 

Denn nur wer hinter die Kulissen schaut, weiß wirklich Bescheid.

 

Deine Bordreiseleitung 

 

Doris    

Zu spät am Schiff

Papiere vergessen

Alle Länder auf den zur Zeit fahrbaren Routen Europas gehören zur EU, aber es gibt drei Ausnahmen:           die Schweiz, Großbritannien und Serbien. 

 

Personalausweis reicht für die Schweiz u. Serbien. Nach Großbritannien kommst Du nur mit dem Reisepass. 

Dazu muss jedes Dokument mindestens so lange gültig sein, bis Du das Land wieder verlässt.                               

Was also tun, wenn Deine Papiere zu Hause liegen:

 

1. Kläre, wo sich auf der Route die nächste Botschaft/Konsulat Deines Landes befindet.

 

2. Besprich mit der Reiseleitung, wie und wann Du Dir Ersatzpapiere besorgen kannst.

 

3. Entscheide im negativen Fall, ob du z.B. ab Budapest nach Hause fahren oder auf das Schiff für                   die Rückreise warten willst, denn an der serbischen Grenze geht es ohne Papiere für Dich nicht mehr weiter.

 

Der Bonus Tipp

Manchmal gibt es aus verschiedenen Gründen leere Kabinen, und das bedeutet für Dich                     die Chance auf ein Upgrade.                                                                                                                             Sinnvoll ist ein Upgrade, wenn Deine Kabine weit hinten liegt (ggf. Motogeräusche) oder                 Du auf dem Hauptdeck bist und weiter noch oben möchtest.                                                                     Nur im Mittel- u. Oberdeck lassen sich nämlich die Fenster öffnen (Frischluft).                                       Ein Upgrade ist zwar i.d.R. nicht kostenlos, kann aber für Dich günstig sein: 

 

1. Jeder Anbieter möchte leere Kabinen füllen und bietet daher Rabatte an, die Du bei der        

Einschiffung erfragen kannst. 50% und mehr auf die Preisdifferenz sind keine Seltenheit.

 

2. Starte einen "Versuchsballon" und biete einen Preis, der unter diesen Rabatten liegt.                     Gibt es keine anderen Interessenten, wird man i.d.R. auf Dein Angebot eingehen. 

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